UN-Behindertenrechtskonvention

Die Schweiz ist am 15. April 2014 der UN-Behindertenrechtskonvention beigetreten. Nach dem Nationalrat hatte sich im November 2013 auch der Ständerat für die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ausgesprochen. Bisher wurde die Konvention von 158 Staaten unterzeichnet und von 138 Staaten ratifiziert.

INSOS Schweiz begrüsst den Beitritt zur Konvention mit Nachdruck. Das Übereinkommen wird den Behindertenrechten einen kohärenten Rahmen verschaffen, denn die heute bestehenden Vorschriften sind fragmentiert. Das Übereinkommen stellt überdies eine wertvolle Basis für die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen dar. Der Beitritt ist somit ein wichtiges Bekenntnis zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung.

Autonomie, Teilhabe und Inklusion als Auftrag

INSOS Schweiz verspricht sich von der Konvention eine Konkretisierung des Schweizer Behindertenrechts sowie eine einfachere Umsetzung dieser rechtlichen Grundlagen. Zudem sieht sich INSOS Schweiz in der bisherigen Arbeit bestätigt: Der Branchenverband legt grosses Gewicht auf die Themen Autonomie, Teilhabe und Inklusion im institutionellen Bereich. Die Ratifizierung der Konvention betrachtet der Verband aber auch als Auftrag, dafür zu sorgen, dass die Mitgliedsinstitutionen ihre Arbeit hinsichtlich der Konvention überprüfen und weiterentwickeln.

Gemeinsame Arbeitsgruppe

INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und der vahs haben zu diesem Zweck eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet und werden prüfen, wie sie ihre Institutionen aus den institutionellen Bereichen Kinder und Jugend, Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter bei der konkreten Umsetzung der Konvention am besten unterstützen können.