BSV-STUDIE | Wohnangebote für Menschen mit Behinderung

12. Dezember 2019

Die Anfang Dezember veröffentlichte Studie des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) liefert eine Bestandesaufnahme der Wohnangebote für Menschen mit Behinderung in der Schweiz.

Zunehmend vielfältiges Angebot

Die Studie attestiert der Branche ein breites und zunehmend flexibles und vielfältiges Angebot an institutionellen Wohnformen.

Erfreulich ist aus Sicht der Verbände INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und VAHS Schweiz die Empfehlung, dass Wohnangebote für Menschen mit Behinderung weiter diversifiziert werden sollen.

Falsche Trennlinie

Die verschiedenen Wohnangebote werden grundsätzlich differenziert dargestellt. Die abschliessend verwendete Typologie hingegen unterteilt die Angebote dann leider wieder in «institutionelles» und «privates» Wohnen.

Diese Trennlinie greift in der Praxis zu kurz, da institutionelle Anbieter zunehmend auch ambulante Leistungen im Sinne des privaten Wohnens erbringen.

Angebotslücken macht die Studie unter anderem bei den Angeboten für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen aus. Dies deckt sich mit der Beobachtung der Verbände.

Unzureichende Datengrundlage

Weiter macht die Studie deutlich, dass die Datengrundlage zu Wohnangeboten in der Schweiz unzureichend ist. Aus Sicht von INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und VAHS Schweiz besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Grundsätzlich sind die Ergebnisse und Empfehlungen der Studie zu begrüssen, da sie die Entwicklung im Sinne des Nationalen Aktionsplans UN-BRK der Verbände stützen.

BSV-Studie "Bestandesaufnahme des Wohnangebots"

Aktionsplan UN-BRK