Stellungnahme

Praktika vor der Lehre sind problematisch

18. Januar 2018

Eine Mehrheit  der FaBe-Lernenden absolviert vor Lehrantritt ein oder mehrere Praktika. Dies ist rechtlich wie bildungspolitisch problematisch. INSOS Schweiz nimmt Stellung.

Drei von vier Jugendlichen, die sich heute zur Fachperson Betreuung (FaBe) ausbilden lassen, haben vor ihrer Lehre ein oder mehrere unabhängige Praktika absolviert. Als Branchenverband sind wir aufgefordert, zu dieser Praxis Stellung zu beziehen.

Eine problematische Praxis

Unabhängige Praktika sind nicht nur bildungspolitisch, sondern auch rechtlich problematisch. Denn das Berufsbildungsgesetz hält fest, dass eine Berufslehre direkt an die obligatorische Schulzeit anschliesst.

Für einen direkten Einstieg

In unserem Positionspapier unterstreichen wir die Bedeutung fairer Ausbildungsbedingungen. Gleichzeitig halten wir fest, dass der direkte Einstieg in eine FaBe-Lehre der bevorzugte und reguläre Ausbildungsweg sein soll.

Orientierungshilfe zu regulären Praktika

Nebst unserem Positionspapier haben wir eine Orientierungshilfe zu den regulären und somit unproblematischen Praktika erarbeitet. Diese Übersicht ist in Zusammenarbeit mit Curaviva Schweiz entstanden beschreibt den Zweck dieser Praktika sowie die zu gewährleistenden Rahmenbedingungen. 

Positionspapier lesen (PDF)
Orientierungshilfe zu reguläre Praktika lesen (PDF)