Invaliditätsbemessung für teilerwerbstätige Versicherte

11. September 2017

INSOS Schweiz hat sich aktiv an der Vernehmlassung über die Änderung der Verordnung zur Invaliditätsversicherung (IVV) beteiligt. Mit dem neuen Berechnungsmodell wird endlich einer Diskriminierung entgegengewirkt, von der in erster Linie Frauen betroffen sind. INSOS Schweiz begrüsst diesen längst fälligen Schritt grundsätzlich, doch im Detail gilt es noch nachzubessern.

Da Teilzeitarbeit noch immer überproportional von Frauen geleistet wird, kann mit der neuen Bemessungsgrundlage einer Diskriminierung entgegengewirkt werden, von der in erster Linie Frauen betroffen sind. Mit dem neuen Berechnungsmodell der gemischten Methode wird nun endlich eine nichtdiskriminierende, EMRK-konforme und in sich schlüssige Ausgestaltung als Grundlage zur Invaliditätsbemessung für Teilzeit-erwerbstätige Personen eingeführt.

Die Standpunkte von INSOS Schweiz in aller Kürze:

  • Gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten müssen explizit erwähnt und bei der Definition des Aufgabenbereichs berücksichtigt werden.
  • Keine Abgrenzung, ob eine Tätigkeit im Aufgabenbereich erst nach oder bereits vor der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf eigene Kosten an Dritte abgegeben wird.
  • Die Wechselwirkungen zwischen bezahlter und unbezahlter Tätigkeit müssen weiter berücksichtigt werden und zwar im Sinne der Vorschläge des Bundesrats in Beantwortung des Postulats Jans 12.3960.

Invaliditätsbemessung für teilerwerbstätige Versicherte