Behinderung und Alter

Menschen mit Behinderung werden immer älter – unter anderem dank guter medizinischer Versorgung und gezielter Förderangebote. INSOS Schweiz setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung, welche institutionelle Angebote nachfragen, auch im Pensionsalter ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.

Den veränderten Bedürfnissen anpassen

Dies bedingt zum einen, dass die Institutionen ihre Leistungen und Angebote den veränderten Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung im AHV-Alter anpassen. Zum andern braucht es eine breite Sensibilisierung von Gesellschaft und Politik sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, die es älteren Menschen mit Behinderung erlauben, ihren Wohnort selber zu wählen und, falls gewünscht, in ihrer bisherigen Institution bleiben zu dürfen.

Fünf Forderungen von INSOS Schweiz

INSOS Schweiz hat in diesem Zusammenhang folgende fünf Forderungen aufgestellt:

  • Menschen mit Behinderung haben – ebenso wie Menschen ohne Behinderung – ein Recht darauf, so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu leben, wenn sie das möchten.
  • Der Eintritt ins Pensionsalter darf nicht dazu führen, dass Menschen mit Behinderung die Angebote im Bereich (betreutes) Wohnen oder Tagesstrukturen entzogen werden.
  • Lehre, Forschung und Bildung müssen die notwendigen Aufträge und Ressourcen erhalten, damit gesichertes Fachwissen zum Thema gesammelt werden und in die Praxis fliessen kann.
  • Die kantonalen Behindertenkonzepte müssen mit den kantonalen respektive kommunalen Alterskonzepten koordiniert werden.
  • Die Finanzierung der Angebote für Menschen mit Behinderung muss auch nach Eintritt ins AHV-Alter garantiert bleiben.