Inklusion

Inklusion ist das aktuelle Thema in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und einer der Leitsterne der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, der die Schweiz beitreten wird. Das Paradigma der Inklusion krempelt die Sichtweise auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung um.

Eine Herausforderung in der aktuellen Arbeit

Das Paradigma der Inklusion ist visionär: Es beschreibt die Gleichwertigkeit aller Menschen und wirft gängige gesellschaftliche Normen um. Normal ist in der inklusiven Gesellschaft die Vielfalt, die Einzigartigkeit jedes Individuums, das Vorhandensein von Unterschieden. In einer inklusiven Gesellschaft ist die einzelne Person nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen. Vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Menschen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art gesellschaftlich wertvolle Leistungen erbringen können.

Inklusion ist deshalb für INSOS Schweiz ein Schwerpunktthema, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Der Verband hat die Charta Lebensqualität für Menschen mit Behinderung in sozialen Einrichtungen erarbeitet, welche sich an den drei Leitmotiven Autonomie, Teilhabe und Inklusion orientiert. Die Charta nimmt damit die zentralen Paradigmen der UN-Behindertenrechtskonvention auf und macht sie für die Institutionen greifbar. Sie versetzt Institutionen in die Lage, diese Leitmotive in ihren Konzepten, im QM und im Alltag bewusster und nachhaltiger zu verankern und die dabei gemachten praktischen Erfahrungen gezielter zu reflektieren.
  • An Fachtagungen und Kongressen beleuchtet INSOS Schweiz das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.
  • Der Verband greift das Paradigma der Inklusion auch in seinem Magazin regelmässig auf und porträtiert dabei unter anderem Institutionen, in welchen Inklusion, Autonomie und Teilhabe zu festen Denkgrössen geworden sind.